hier möchte ich Bauern- und Wetterregeln sammeln, ich weiss, es gibt Bücher drüber, aber…
Sehr viele Wetterregeln sind ja in einer bestimmten Region entstanden, und sind nur dort „gültig“. Natürlich kann man sie nicht für bare Münze nehmen, aber vieles ist anwendbar. Natürlich sind sie nicht wissenschaftlich belegt, sie beruhen auf der Beobachtung des Wetters und des Landes der mit dem Land arbeitenden Bevölkerung.
Z.B. hat sich heuer (Winter 2011/2012) bewiesen: Bleibt der Vorwinter gänzlich aus, so kommt der Nachwinter mit Frost und Braus. November 2011 war so warm, das man noch abends mit Lampe auf dem Balkon lesen konnte, bis Anfang/Mitte Januar war kein Winter, ab Ende Januar dann Kahlfröste bis minus 23°C.
Und Morgenrot, schlecht Wetter droht kennt ja wohl jeder.
→ Wintermonat
→ namensgebend war Janus, der römische Gott der Zeit (er wird immer mit zwei Köpfen dargestellt, der alte Kopf schaut in die Vergangenheit und der junge in die Zukunft)
Die Neujahrsnacht still und klar, deutet auf ein gutes Jahr.
Ist der Januar kalt und weiß, so kommt der Frühling ohne Eis
Je weißer der Januar, desto reicher das Erntejahr.
Der Januar muss vor Kälte knacken, wenn die Ernte soll gut sacken.
Ein Jahr, das fängt mit Regen an, bringt nicht viel gutes auf den Plan.
Tanzen im Januar die Mucken, muss der Bauer nach dem Futter gucken.
Ist Dreikönig (6.Januar) hell und klar, gibts viel Obst in diesem Jahr.
Ist Dreikönig (6.Januar) hell und still, der Winter vor Ostern nicht weichen will.
St. Julian bricht das Eis - bricht er es nicht, umarmt er es. (09.01.)
Am 10. Jänner Sonnenschein bringt viel Korn und guten Wein.
Ist an Sankt Anton die Luft ganz klar, rechne mit nem trocknen Jahr. (17.01.)
Fabian, Sebastian (20.01.) fängt der Baum zu treiben an.
Trägt Fabian den Nebelhut, tut das den Bäumen gar nicht gut. (20.01.)
Watet St. Vinzenz im Schnee, gibts viel Heu und Klee (22.01.)
Pauli Bekehr - der halbe Winter hin, der halbe her. (25.01. → heißt, die Hälfte des Winters ist um)
Timotheus bricht das Eis, hat er keins, so macht er eins. (26.01.)
Ist der Januar hell und klar, so gibts viel Wein in diesem Jahr.
Ist der Januar hell und weiss, wird der Sommer sicher heiß.
Januar hart und rauh, nutzt dem Gartenbau; Januar gelind, Lenz und Sommer stürmisch sind.
Der Januar muss vor Kälte knacken, wenn die Ernte soll gut sacken.
Eis und Schnee im Januar künden ein gesegnet´ Jahr.
Auf einen gelinden Januar folgt oft ein rauher Frühling und ein heißer Sommer.
Ist der Januar feucht und lau, wird das Frühjahr trocken und rauh.
Wenn der Frost nicht im Januar kommen will, so kommt er im März oder April.
Schlummert im milden Januar das Grün, so wird zeitig der Garten blühn.
St. Paulus schön, mit Sonnenschein, füllt Speicher, Keller, bringt guten Wein.
Anfang und Ende vom Januar zeigen das Wetter fürs ganze Jahr.
Wenn der Tag beginnt zu langen, kommt der Winter erst gegangen.
Bleibt der Winter fern, so nachwintert es gern.
Agnestag 21.01. - früher hofften die Mädchen, wenn sie vor dem Agnestag ohne Abendessen ins Bett gingen von ihrem zukünftigen Liebsten zu träumen.
→ Taumonat
Im alten Rom begann das Jahr mit dem März, der somit letzte Monat des Jahres hiess februarius, nach einem
der Unterweltgötter namens februus.
Bis ins 16. Jh. hieß der zweite Monat des Jahres Hornung, Spörkel, Narrenmonat oder Schmelzmonat.
Blieb der Vorwinter gänzlich aus, so kommt der Nachwinter mit Frost und Braus.
Viel Nebel im Februar bringt Regen oft im Jahr.
Regnet's viel im Februar, so regnet's viel im ganzen Jahr.
Wenn´s zu Lichtmess (2.Februar) stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit.
Ist´s an Lichtmess hell und rein, wird ein langer Winter sein, wenn es aber stürmt und schneit, ist das Frühjahr nicht mehr weit.
Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee.
An Lichtmess fängt der Bauersmann neu mit des Jahres Arbeit an.
Sankt Agatha die Gottesbraut, macht, das Schnee und Eis gern taut (05.02.)
Die heilige Dorothee watet gern mitten im Schnee. (06.02.)
Februar Schnee und Regen deutet an göttlichen Segen.
Wenn der Nordwind im Februar nicht kommen will, so kommt er sicher im April.
Heftige Nordwinde im Februar vermelden ein gar fruchtbar Jahr.
Sonnt sich die Katze im Februar im Freien, so muss sie im März zum Ofen hinein.
Im Februar zu viel Sonne am Baum, läßt dem Obste keinen Raum.
Im Februar Schnee und Eis, macht den Sommer heiß.
Die weiße Kappe im Februar bringt Glück und Segen fürs ganze Jahr.
Der Winter meist recht spät entweicht, wenns ist an Apollonia (9.2.) feucht.
Zu Ostern blüht das Reis, wenns ist am Valentin (14.2.) noch weiß.
Wie die Nacht vor Petri Stuhlfeier (22.2.) ist, so daß Wetter für 40 Tage wird. = Wie' s in der Nacht zu Sankt Petri wittert, so witters 40 Tage.
Mattheis - brichts Eis. Findet er keins, so macht er eins. (24.02.)
Wenn sich St. Walburgis (25.02.) zeigt, der Birkensaft nach oben steigt.
Ist St. Roman (28.2.) hell und klar, so deutets auf ein gutes Jahr.
Die weisse Gans im Februar, bringt Segen fürs ganze Jahr.
Wenn´s der Februar gnädig macht, bringt der Lenz den Frost bei Nacht.
Wenns im Februar regnerisch ist, hilfts soviel wie guter Mist.
Wie das Wetter in den Fastnachtstagen mag es auch sein in den Ostertagen.
→ auch Lenzmonat, Lenzing, Frühlingsmonat, Fohlenmonat oder Schnepfenmonat
→ lateinisch hieß er „martius“, er war dem römischen Kriegsgott Mars gewidmet
Regnets an Sankt Albinus, macht´s Gärtnern und Bauern viel Verdruss. (01.03.)
Am Anfang und am End der März sein Gift versend.
Lässt der März sich trocken an, bringt er Brot für Jedermann.
Der Hornung (Februar) macht den Dreck und der März macht ihn weg.
Wenn am Fridolinstag (06.03.)Schnee fällt, schneit es noch mindestens 40 Tage bis zum Lenz.
Wie s Wetter um Vierzig Märtyrer (10.03.) ist, so bleibt es noch während Monatsfrist.
Gregor (12.03.) will den Gärtner und den Bauern bei der Saat sehen.
Ein grüner März erfreut kein Bauernherz.
Fällt im März der Tau nach Sommerart, kriegt der April einen weißen Bart.
Im Märzen früher Vogelsang macht den Winter lang.
Taut´s im März nach Sommerart, bekommt der Lenz einen weissen Bart.
Trocknen März und nassen April, das ist des Bauern & Gärtners Will´.
Siehst Du im März gelbe Blumen im Freien, kannst du getrost deinen Samen streuen.
Auf Märzendonner folgt ein gutes Jahr - viel Frost und Regen bringt Gefahr.
Donnerts im März, frierts im April.
Fürchte nicht den Schnee im März, darunter schlägt ein warmes Herz.
Wenn im März noch viel Winde wehn, wirds im Maien warm und schön.
Viel Regen im März macht einen trockenen Sommer.
Wie´s im März regnet im Juni wieder regnet
Sonniger Gertrudentag (17.), Freud´ dem Bauern bringen mag. = Gertraude nutzt dem Gärtner fein, wenn sie sich zeigt im Sonnenschein.
Es führt St. Gertraud die Kuh zum Kraut, die Bienen zum Flug und die Pferde zum Zug.
Ist´s am Josefstag (19.03.) schön, kann´s nur gut weitergehn. = Ein schöner Josefitag - das ganze Jahr gut werden mag.
Scheint auf St. Gabriel (24. März) die Sonn´ hat der Bauer Freud und Wonn´
Wenn Maria sich verkündet (25. März) Storch und Schwalbe heimwärts findet. = Zu Mariä Verkündigung (25.März) kommen die Schwalben wiederum.
Ist an Ruprecht (27.03.) der Himmel rein, so wird er's auch im Juni sein.
Ein Scheffel Märzenstaub ist einen Taler wert, doch allzu frühes Laub wird oft vom Frost verzehrt.
Einem freundlichen März folgt ein freundlicher April.
Trocknen März und nassen April: der Bauern und der Gärtner Will´.
Trockner März, nasser April, kühler Mai füllt Keller und Kästen und macht viel Heu.
Am Gertrudentag endet nach dem Bauernkalender der Winter und die typischen „Winterarbeiten“ wurden eingestellt.
Die Hl. Gertrud gilt als die Schutzherrin der Gärtner (und anderer Berufsgruppen).
21. März - Frühlingsanfang = Tag- und Nachtgleiche
extra Rubrik, da Ostern zwischen März und April hin und her wandert (kalendarisch).
Palmsonntag hell und klar, deutet an ein reiches Jahr.
Ist der Gründonnerstag weiß, wird der Sommer heiß.
Regnet es am Tage vor Ostern, gibt es viel Regen zwischen Ostern und Pfingsten.
Wenn es den Herrn ins Grab regnet, so gibts einen trockenen Sommer.
Wenn's am Karfreitag regnet, ist's das ganze Jahr gesegnet.
Der April heisst auch Grasmonat, Wandelmonat, Ostermond, Gauchmonat, Launing.
Das Wort April lässt sich auf das lateinische 'aperire' = öffnen zurückführen.
Auf Aprilflöckchen folgen Maiglöckchen.
Wenn der April wie ein Löwe kommt, so geht er wie ein Lamm.
Warmer Aprilregen bringt großen Segen.
April windig und trocken, macht alles Wachstum stocken.
Siehst du im April die Falter tanzen, kannst du getrost im Garten pflanzen.
Wind, der auf Ostern weht, noch vierzig Tage steht.
Wind, der von Ostern auf Pfingsten regiert, im ganzen Jahr sich nicht verliert.
Wenn der April Spektakel macht, gibts Heu und Korn in voller Pracht.
Am besten hat´s der Herrgott im April: Er kann´s Wetter machen, wie er will.
Von Ezechiel (10.04) bis Jürgen (23.04.) soll man die Saat in die Erde würgen.
So wie Hermenegild es will, zeigt sich der Rest April. (13.04.)
Grüne Felder zum Tiburtistag (14.04.) ziehen viel Getreide nach.
Zu Georgi blinde Reben, volle Trauben später geben.
Auf Sankt Georgens Güte stehn alle Bäum' in Blüte. (23.04.)
Kommt Sankt Georg geritten auf einem Schimmel (Reif), so schenkt uns ein gutes Frühjahr der Himmel. (23.04.)
Der April die Blume macht, der Mai gibt ihr die Farbenpracht.
Ist der April zu schön, kann im Mai der Schnee noch weh'n. = Ist der April recht schön und rein, wird der Mai umso wilder sein.
Schießt im April das Gras, bleibt der Maimond kühl und nass.
In der Walpurgisnacht Regen oder Tau - auf ein gutes Jahr bau. (30.04.)
Der Winter scheidet nicht, ohne sich nochmal umzudrehen.
Stellen Blätter an den Eichen schon vor Mai sich ein, gedeiht im Lande Korn und Wein.
Donnerts schon im April, danach kommt Reif und Frost nicht viel.
→ Blumenmonat
Kühler, aber nicht kalter Mai gibt guten Wein und vieles Heu.
Je wärmer der Mai, desto nässer und kälter der Juni.
Mai ohne Regen, fehlts allerwegen.
Mai warm und trocken, macht alles Wachstum stocken.
Im Mai zartes und duftiges Gras, gibt gute Milch ohne Unterlass.
Je wärmer der Mai, desto nässer und kälter der Juni.
Wenn´s Wetter gut am 1. Mai, gibt es viel und gutes Heu.
Wie's Wetter am Kreuzauffindungstag bis Himmelfahrt es bleiben mag. (03.05.)
Wenn sich naht St. Stanislaus, sollen die Kartoffeln raus. (07.05.)
So wie der Mai werden Obst und Heu.
Mai kühl und naß, füllt den Bauern Scheuer und Faß.
Abendtau im Mai gibt das rechte Heu.
Scheint auf Himmelfahrt die Sonne, bringt der Herbst uns große Wonne.
Sind der Maikäfer und Raupen viel, steht eine reiche Ernte am Ziel.
Mairegen auf die Saaten, dann regnet es Dukaten.
Der Mai bringt Blumen dem Gesichte, aber dem Magen keine Früchte.
Ist Sankt Pankratius schön, wird guten Wein man seh'n.
War vor Servatius kein warmes Wetter, wird es nun von Tag zu Tag netter.
Nach Servaz kommt kein Frost mehr, der dem Weinstock gefährlich wär´.
Pankrazi, Servazi und Bonifazi san´ die drei frostigen Bazi, und zum schluss fehlt nie die kalte Sophie.
Der heilige Mamerz hat von Eis ein Herz.
Vor Nachtfrost bist du sicher nicht, bis daß Sophie vorüber ist. (15.05.)
Pankratz hält den Nacken steif, sein Harnisch klirrt von Frost und Reif. (12.05.)
Servatius Hund der Ostwind ist - hat manches Blümchen totgeküsst. (14.05.)
Kein Reif nach Servaz, kein Schnee nach Bonifats (15.05.)
Wie sichs an Sankt Urban verhält, so ist's noch 20 Tage bestellt. (25.05.)
Wie's Wetter am Sankt Urbanstag, so der herbst wohl werden mag. (25.05.)
Regen am Dreifaltigkeitstag - sieben Wochen es regnen mag. (30.05.)
Wer Hafer sät an Petronell, dem wächst er gut und schnell. (31.05.)
Wenn der Flieder langsam verblüht, die Ernte sich später lange hinzieht. (Wetterregel)
Der Abend rot, der Morgen grau, gibt das schönste Tagesblau.
Nur wer den Garten sorglich pflegt, weiß auch, das er ihm Früchte trägt.
Die Eisheiligen: 12. - Pankratius, 13. - Servatius, 14. - Bonifatius, 15. - Kalte Sophie. Statistisch sind die Eisheiligen, wo es tatsächlich noch einmal Nachtfröste geben kann, erst Ende Mai (so um den 20. herum) - Grund ist die Kalenderreform von 1582, durch die die Namenstage der „zuständigen“
Heiligen auf den 12. - 15. vorgerückt sind (vor der Kalenderreform war die Eissophie erst am 22. Mai)
→ Rosenmonat
Auch Wettermonat, Sommermonat oder Brachmonat. Früher nannte man den Juni auch Hegemonat, Rehbockmonat oder Hundsmonat.
Im Juni, genauer um den 11. Juni herum, ist die Schafskälte. Das ist eine immer wiederkehrende Witterungsbesonderheit (sog. Singularität) - zu 89% ist es in dieser Zeit kalt und regnerisch. In ungünstigen Lagen können da sogar noch Nachtfröste auftreten, und die ersten Gewitter gehen nieder.
Der Name stammt daher, das die Schafe üblicherweise erst nach dieser kalten Zeit geschoren wurden.
Kälte im Juni verdirbt, was Nässe im Mai erwirbt.
Auf nassen Mai kommt trockner Juni herbei.
Trockner Mai - Juni nass, ist die Regel merk dir das.
Stellt der Juni mild sich ein, wird mild auch der Dezember sein.
Wenn im Juni der Nordwind weht, das Korn zur Ernte trefflich steht.
Soll gedeihen Korn und Wein, muß im Juni warm sein.
Was bis September soll geraten, das muß schon im Juni braten.
Menschensinn und Juniwind ändern sich oft gar geschwind.
Viermal Juniregen bringt zwölffach Segen.
Fliegt der Kiebitz tief und die Schwalbe hoch, so bleibt die trockene Witterung noch.
Soll gedeihen Korn und Wein, muss im Juni Wärme sehen.
Soll Feld und Garten wohl gedeihn, dann brauchts im Juni Sonnenschein.
Auf den Juni kommt es an, ob die Ernte soll bestah`n.
Justin klar, gutes Jahr. (01.06.)
Wieviel Tage vor Fronleichnam Regen, so viele Tage hinterher.
Wie`s Wetter auf Medardi fällt, meist bis Monatsende hält. (08.06.)
Regnets am Margaretentage, dauert der Regen 40 Tage. (10.06.)
Wenn Sankt Anton gut Wetter lacht, Sankt Peter (29.06.) viel Wasser macht.
Wie das Wetter an St. Veit (15. Juni), so ist es nachher lange Zeit.
Wenn es regnet an St. Gervasius, es vierzig Tagne regnen muss. (19.06.)
Johannisregen (24. Juni) bringt keinen Segen.
Tritt auf Johanni Regen ein, so wird der Nusswuchs nicht gedeihn.
Regnet's am Johannistag, so regnet's noch 14 Tag.
Wie das Wetter am Siebenschläfer-Tag (27. Juni) so es noch sieben Wochen bleiben mag.
Wenn der Kuckuck nach Johanni singt, er einen nassen Herbst uns bringt.
Wenn es an Siebenschläfer giesst, sieben Wochen Regen fließt.
Wenns am Siebenschläfer regnet, ist das Land sieben Wochen mit Nässe gesegnet.
Ist der Siebenschläfer nass, regnet´s ohne Unterlass.
Peter und Paul (29.06.) hell und klar, wird's ein gutes Jahr.
Wie der Juni, so der Dezember.
→ Heumonat
Ganz früher (bei den Römern) hieß der Juli Quintilis und war der fünfte Monat (der Kalender startete im März), er wurde aber später umbenannt nach Julius Cäsar, dem Reformator des Kalenders.
Fängt leicht zu tröpfeln der Juli an, werden wir lange Regen han.
Wechselt im Juli stets Regen mit Sonnenschein, so wird im nächsten Jahr die Ernte reichlich sein.
Julidonner füllt die Grummetkammer.
So golden im Juli die Sonne strahlt, so golden der Roggen in der Mühle sich mahlt.
Bringt der Juli heiße Glut, so gerät auch der September gut.
Nur bei starker Juliglut geraten Birn und Äpfel gut.
Juli Sonnenbrand gut für Leut und Land.
Alles macht der Juli gut, wenn er hat viel heiße Glut.
Juli trocken und heiß - Januar kalt und weiß.
Ein Juli ohne Hagel ist selten wie ein Kopf ohne Nagel.
Türmt im Juli die Ameise den Haufen, mußt Du viel Holz für den Winter kaufen.
Gut Wetter, das kommt über Nacht, hat´s im Sommer nie weit gebracht.
Hört der Juli mit Regen auf, geht leicht ein Teil der Ernte drauf.
Mariä Heimsuch wirds bestellt, wie´s Wetter sich 40 Tage hält.
Sankt Kilian stellt die ersten Schnitter an. (08.07.)
An St. Kilian säe Wicken und Rüben an. (08.07.)
Das Wetter vom 7-Brüdertag (10. Juli) sich bis August nicht wenden mag.
Das Wetter auf Sieben Brüder geht erst nach sieben Wochen wieder.
Regnets an Sankt Barnabas, schwimmen die Trauben bis ins Faß. (11.07.)
Bringt Margarethe Regenzeit, so verdirbt Most und Mus weit und breit. (13.07.)
Gegen Margareten (13.07.) und Jakoben (25.07.) gern die stärksten Winde toben.
Wenn's an Alexius regnet, wird die Frucht teuer. (17.07.)
Bringt Margaretha Regen statt Sonnenschein, so kommt das Korn schlecht herein. (20.07.)
Regnets am Maria Magdalenen-Tag, folgt stets mehr Regen nach. (22.07.)
Jakobus in seiner hellen Gestalt macht den Winter kalt. (25.07.)
Anna warm und trocken, macht den Bauer frohlocken. (26.07.)
St. Anna klar und rein - wird bald das Korn geborgen sein.
Ist Sankt Anna erst vorbei, kommt der Morgen kühl herbei. = Um St. Ann fangen die kühlen Morgen an.
Wenn am Annatag die Ameisen aufwerfen, so soll ein strenger Winter folgen.
Anna warm und trocken, macht den Bauer frohlocken
Sind am Juliabend über Wiese und Flur Nebel zu schauen, wird die Luft anhaltend schön Wetter brauen.
Wenn Donner kommt im Julius, viel Regen man erwarten muss.
Hundstage heiß und schwül, braucht der Bauer Hände viel.
Du kannst ohne Schirm aufs Felde gehen, wenn Schäferwölkchen am Himmel stehen.
Wenn großblumig im Juli wir Disteln erblicken, wird Gott einen schönen Herbst uns schicken.
Tipps zur „Wettervorhersage“ für die nächsten Stunden:
Haben nachts die Violen besonders stark geduftet?
Hat der Rainkohl die Blüten nicht geschlossen?
Ist kein Tau gefallen?
Die Bienen fliegen besonders früh?
→ es wird in den nächsten Stunden wieder regnen
Nach einer Schlechtwetterperiode beginnt ein Tag mit Morgenrot und strahlendem Sonnenschein - er wird nicht von Dauer sein. Es wird bald wieder bedeckt und vielleicht regnerisch werden.
Erntemonat
Augustus, der erste Kaiser des römischen Reichs hat in diesem Monat sein erstes Konsil abgehalten - daher wurde der August August genannt.
Ist´s von St. Petri (01.08.) bis St. Laurent (10.08.) heiß, bleibt der Winter lange weiß.
Ist die erste Augustwoche heiß, bleibt der Winter lange weiß.
Oswaldtag muss trocken sein, sonst wird teuer Korn und Wein. (05.08.)
Zu Mariä Himmelfahrt Sonnenschein, sorgt für viel Obst und guten Wein.
Stellen sich Anfang August Gewitter ein, so wirds bis zum End beschaffen sein.
Einer Rebe und einer Geiß wird´s im August nie zu heiß.
Hundstage heiß - Winter lange weiß.
Bringt der August viel Gewitter, wird der Winter kalt und bitter.
Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, so der ganze Herbst sein mag. (Mariä Himmelfahrt - 15. August)
Stellt im August sich Regen ein, so regnets Honig und guten Wein.
August ohne Feuer macht das Brot teuer.
Der August muss Hitze haben, sonst wird des Obstbaums Segen begraben.
Fängt der August mit Donnern an, er es bis zum End nicht lassen kann.
Wenn die Schwalben jetzt schon ziehn, sie vor naher Kälte fliehn.
Wenn im August der Nordwind weht, das Wetter lange schön besteht.
Wie der August war, wird der künftige Februar.
Bartholomäus hats Wetter parat für den Herbst bis zur Saat.
Bleibt St. Bartel (24.8.) im Regen stehn, ist guter Herbst vorher zu sehen.
Dem August sind Donnerwetter nicht Schande, sie nützen der Luft und auch dem Lande.
Wenns im August nicht regnet, mit viel Schnee uns der Winter segnet.
Ziehen im August die Störche fort, ist der Winter bald vor Ort.
Wenn der Kuckuck im August noch schreit, gibt´s im Winter teure Zeit.
Du kannst ohne Schirm aufs Felde gehen wenn Schäferwolken am Himmel stehen.
Herbstmonat
Früher nannte man den September Holzmonat, Herbstmonat oder Scheiding.
» bezieht sich auf die häufigen Schönwetterperioden Ende August, Anfang Sept., ist es warm und trocken, bleibt es auch oft so (Statistisch: in 4 von 5 Jahren)
September schön in den ersten Tagen, will den ganzen Herbst ansagen
An Mariä Geburt fliegen die Schwalben fort, bleiben sie noch da, ist der Winter nicht nah.
St. Regine (07.09.) warm und wonnig, bleibt das Wetter lange sonnig.
Mariä Geburt (8.9.) ziehn alle Schwalben fort.
Bringt St. Gorgon (9.9.) Regen, folgt ein Herbst mit wenig Segen.
Bartholomäus hat's Wetter parat, für den Herbst bis zur Saat.
Ist´s hell am Kreuzerhöhungstag, so folgt ein strenger Winter nach (14.9.)
Ist Lambert hell und klar, bringt's ein trocken Frühjahr. (17.09.)
Trifft Matthäus stürmisch ein, wirds bis Ostern Winter sein. (21.09.)
Wenn es an Mauritius klares Wetter is, so sollen im nächsten Winter viele Winde toben. (22.09.)
Ziehen die wilden Gänse weg, fällt der Altweibersommer in den Dreck.
Der September braucht noch Hitze, und dazwischen kräftig Blitze.
Ist der September lind, wird der Winter ein Kind
Septemberdonner prophezeit vielen Schnee zur Weihnachtszeit.
Donner im September, dann folgt noch ein Sommer.
Gewitter im September deuten auf Schnee im Dezember.
Nach Septembergewittern wird man im Februar vor Kälte zittern.
Im September schwitzen - im Dezember Sitzen.
Viel Eicheln im September, viel Schnee im Dezember.
Im September viel Schleh´, im Winter viel Schnee.
Hängt die Birne fest am Stiel, bringt der Winter Kälte viel.
Sankt Kosmus (27.09.) und St. Damian (26.09.) fängt das Laub zu färben an.
Michel steckt das Licht an, das Gesinde muss zum Spinnen heran. (29. Sept.)
Regnet´s sanft am Michaelstag, sanft der Winter werden mag. (29. September)
Sind Michaeli die Vögel noch da, so ist der Winter noch nicht nah.
Weinmonat, Erntemonat und Gilbhart Der Oktober war im altrömischen Kalender der Achte Monat (octo=acht).
Oktober, der fröhliche Wandersmann, er pinselt Wald, Heide und Hecken an. (Volksmund)
Laubfall an Sankt Leodegar (2. Oktober) kündet an ein fruchtbares Jahr
Regnets an Sankt Dionys (9.10.), so regnets den ganzen Winter gewiss.
St. Burkhardi Sonnenschein schüttet Zucker in den Wein (14.10.)
Auf St. Gallus die Ernte in den Keller muss. (17.10.)
Ist Sankt Lukas mild und warm, kommt ein Winter, dass Gott erbarm. (18.10.)
Schneits im Oktober gleich, so wird der Winter weich.
Oktober rau, Januar flau.
Wenns im Oktober friert und schneit, bringt der Winter milde Zeit.
Bringt der Oktober viel Frost und Wind, so werden Januar und Hornung gelind.
Bleibt im Oktober das Laub am Ast, viel Ungeziefer du zu befürchten hast.
Hält der Oktober das Laub, wirbelt auf Weihnacht der Staub.
Wenn der Eichbaum noch sein Laub behält, so bringt der Winter strenge Kält.
Ist der Oktober kalt und klar, erfrieren die Raupen fürs nächste Jahr.
Oktobersonne kocht den Wein, und füllt auch große Körbe ein.
Gute Weinjahre sind gute Nussjahre.
Wenn die Bucheckern geraten wohl, Nuss- und Eichbaum hängen voll, meist folgt ein harter Winter drauf, und es fällt der Schnee zuhauf.
Oktoberrosen im Garten, lassen den Winter noch warten.
Oktoberwetter warm und hell, bringt kalten Wind und Winter schnell.
Wenns Sankt Severin gefällt, bringt er mit die erste Kält'. (23.10.)
An Krispin sind die Fliegen hin. (25.10.)
Simon und Juda, diese zwei führen oft schon Schnee herbei.
Zu Ende Oktober Regen, bringt ein fruchtbares Jahr zuwegen.
Bringt der Oktober schon Schnee und Eis, ists schwerlich im Januar kalt und weiß.
Warmer Oktober bringt fürwahr uns sehr kalten Januar.
Viel Nebel im Oktober, viel Schnee im Winter.
Windmonat
→ neunter Monat des altrömischen Kalenders (beginnt mit dem März; novem=neun)
→ alte deutsche Namen: Nebelung, Windmonat, Wintermonat, Reifmonat, Martinsmonat, Blutmonat (weil viel Vieh für den Winter geschlachtet wurde)
Allerheiligen-Reif macht die Weihnacht starr und steif. (1. November)
Bringt Allerheiligen einen Winter, bringt Martini (11.11.) einen Sommer.
Der Allerheiligen-Sommer dauert drei Stunden, drei Tage oder drei Wochen.
Um Allerseelen kalt und klar, macht auf Weihnacht' alles starr. (2.11.)
Der Allerseelentag drei Tropfen Regen haben mag. (02.11.)
Bringt Hubertus Schnee und Eis, bleibts den ganzen November weiß. (3.11.)
Nach Sankt Martin scherzt der Winter nimmer. (11. November)
Martinstag trüb macht den Winter mild und lieb, ists am Martinstag hell, kommt der Winter schnell.
Wenn die Gans vor Martini ausrutscht, kann sie nach Martini ins Wasser gehen.
Schneits im November gleich, so wird der Winter weich.
Ist im November die Buche im Saft, viel Nässe dann der Winter schafft.
Bringt November Morgenrot, der Aussaat dann viel Schaden droht.
November-Donner schafft guten Sommer.
November warm und klar, wenig Segen fürs nächste Jahr.
Wenn der November blitzt und kracht, im mächsten Jahr der Bauer lacht.
Viel Novemberschnee - viel Korn und Klee.
Je mehr Schnee im November fällt, um so fruchtbringender wird das Feld.
Novemberwasser auf den Wiesen, dann wird das Gras im Lenze sprießen.
Wenn der November regnet und frostet, dies der Saat das Leben kostet.
Dem heiligen Clemens (23.11.) traue nicht, denn selten zeigt er ein mild Gesicht.
Wie das Wetter zu St. Kathrein (25.11.) wird auch der nächste Hornung (Februar) sein.
Fällt im November das Laub früh zur Erden, soll ein feiner Sommer werden.
Dies ist ein hartes Winterzeichen, will das Laub nicht von den Bäumen weichen.
Ruhen die Nebel im Wald, kommt der Winter bald.
→ auch Christmonat, Julmond, Adventmonat, wintermonat, Schlacht- oder Wolfmonat, Heilmond - der Name Dezember stammt vom laeinischem decem = zehn ab (unser letzter Monat war bei den Römern der zehnte)
Wirds zum ersten Advent sehr kalt, hält das Eis 10 Wochen bald.
Herrscht im Advent recht strenge Kält´, sie volle achtzehn Wochen hält.
Im Dezember sollen Eisblumen blüh´n, Weihnachten sei nur auf dem Tische grün.
Regnet es an Nikolaus (6.12.) wird der Winter streng und graus.
Kommt die heilige Lucia, ist die Kälte auch schon da. (13.12.)
Ist Sankt Lazar nackt und bar, wird ein gelinder Februar. (17.12.)
Friert´s am kürzesten Tage, ist´s immer eine Plage. (22.12.)
Wie sich die Witterung zu Adam und Eva stellt ein, so wird sie bis Ende des Monats sein. (24.12.)
Windstill muss St. Stephan sein, soll der nächste Wein gedeih´n. (26.12.)
Weihnachten im Klee, Ostern im Schnee.
Eine gute Decke von Schnee bringt das Winterkorn in die Höh.
Die Erde muss ein Betttuch haben, soll sie der Winterschlummer laben.
Weißer Dezember, viel Kälte darein, das kommende Jahr wird fruchtbar sein.
Ist die Christnacht hell und klar, folgt ein höchst gesegnet´ Jahr.
Wie sich die Witterung vom Christtag bis Dreikönig hält, so ist das ganze Jahr bestellt.
Bringt der Christkind Kält' und Schnee, drängt das Winterkorn in die Höh'.
Wenn Sankt Thomas dunkel war, gibts ein schönes neues Jahr.
Wenn dunkel der Dezember war, dann rechne auf ein gutes Jahr.
Sind die Drosseln noch da, ist der Winter noch nicht nah.
Dezember launisch und lind, der ganze Winter wie ein Kind.
Der Frost soll klirren, dann macht der Sommer keine Wirren.
Viel Wind und Nebel in den Dezembertagen, sollen ein schlechtes Jahr ansagen.
Sonnt sich die Katz im Februar, friert sie im März trotz Pelz und Haar.
Sonnt sich der Dachs in der Lichtmess-Woch´ (um den 2. Februar), so muss er bald für 4 vier Wochen zurück ins Loch.
Wenn im März die Drossel schreit, ist der Frühling nicht mehr weit.
Wenn im März die Kraniche ziehen, werden bald die Bäume blühen.
Bauen im April die Schwalben, gibt es viel Futter, Korn und Kalben.
Siehst Du die Schwalben niedrig fliegen, wirst Du Regenwetter kriegen. Fliegen die Schwalben in Höh´n, kommt ein Wetter, das ist schön.
Kommen die Bienen nicht heraus, ists mit dem schönen Wetter aus.
Wenn Glühwürmchen hell erleuchten den Garten, dann ist schönes Wetter zu erwarten.
Bleiben die Schwalben im September lang, sei vor dem Winter nicht bang´.
Wenn im September viel Spinnen kriechen, sie einen harten Winter riechen.
Einer Rebe und einer Geiß wirds im September nie zu heiß.
Auf Schwalb und Eichhorn achte bald, sind sie verschwunden, wirds schnell kalt.
Trägt der Has im Oktober noch sein Sommerkleid, ist der Winter wohl noch weit.
Kommt die Feldmaus im Oktober ims Dorf, sorge für Holz und Torf.
Kommen des Nordens Vögel an, zeigt es starke Kälte an.
Je größer die Ameisenhügel, je straffer des Winters Zügel.
Reißt die Spinne ihr Netz entzwei, kommt der Regen bald herbei.
Ist die Spinne träg zum Fangen, Gewitter bald am Himmel hangen.
Im Frühjahr Spinnen auf dem Feld, im Sommer schwül die Welt.
Wenn im Herbst die Spinnen kriechen, sie einen kalten Winter riechen.
Wenn der Hahn die Stunde nicht hält, ändert sich das Wetter bald.
Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter ganz gewiss - kräht der Hahn aber auf dem Hühnerhaus, hält das Wetter die Woche noch aus.
Hocken die Hühner in den Ecken, kommt bald Frost und Winters Schrecken.
Kommen die Bienen nicht heraus, ists mit dem schönen Wetter aus.
Wenn die Mücken tanzen und spielen, sie morgiges gut Wetter fühlen.
Der Sommer gibt Korn, der Herbst gibt Wein;
der Winter verzehrt, was beide beschert.
(deutsches Sprichwort)
Wer sät, und seine Saat nicht pflegt, der hat die Hand umsonst bewegt.
Wenn die Bucheckern geraten wohl, Nuß- und Eichbaum hängen voll,
meist folgt ein harter Winter drauf und es fällt der Schnee zuhauf.
(Volksmund)
Es gibt tausend Krankheiten, aber nur eine Gesundheit. (Altes Sprichwort)